Denk mal an Europa! INTGR1900327
Das Europadenkmal am Dreiländereck: grenzüberschreitendes Symbol für Zusammenarbeit, Identität und nachhaltige Entwicklung
Das Projekt reagiert auf die gemeinsame Herausforderung des funktionalen Raums EOÉ, das europäische Kulturerbe am Beispiel des Europadenkmals sichtbar, zugänglich und pädagogisch nutzbar zu machen. Das Europadenkmal Ouren–Lieler liegt mitten im Dreiländereck Belgien–Luxemburg–Deutschland, wird jedoch bisher nur begrenzt für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit genutzt, ist infrastrukturell veraltet und pädagogisch kaum erschlossen. Die Chance liegt darin, diesen Ort gemeinsam zu einem modernen Erinnerungs- und Lernort weiterzuentwickeln.
Das Gesamtziel des Projekts ist die bauliche Erschließung des Geländes, inhaltliche und didaktische Inwertsetzung des Europadenkmals und seine Bedeutung als Symbol europäischer Zusammenarbeit zu stärken. Die erwartete Veränderung besteht darin, dass der Ort künftig klar informiert, barrierearm zugänglich, pädagogisch nutzbar und in regionale Tourismus- und Bildungsstrukturen eingebunden ist. Dadurch wird er zu einem lebendigen Treffpunkt für die Menschen der Region und weit darüber hinaus, für Kultur- und Natur-Interessierte, für Schulen, Jugendliche und für Besucher des gesamten Grenzraums. Aktuell ist der Ort nur eingeschränkt nutzbar, nicht barrierearm und pädagogisch nicht strukturiert erschlossen. Nach Projektabschluss wird er als barrierefreier, mehrsprachig erschlossener und organisatorisch abgesicherter Lern- und Begegnungsort betrieben.
Das Projekt umfasst drei Arbeitspakete mit folgenden Schwerpunkten:
• AP1 Inwertsetzung und Modernisierung der baulichen und landschaftlichen Infrastruktur: Verbesserung von Wegeführung, Beschilderung, Aufenthaltsbereichen und Informationselementen,
• AP2 Vermittlung der europäischen Dimension: Das Europadenkmal als Lern-, Begegnungs- und Erlebnisort für Europa,
• AP3 Nachhaltigkeit: langfristige Einbindung in Gemeinde-, Tourismus- und Bildungsstrukturen.
Die wichtigsten Ergebnisse sind ein modernisiertes Europadenkmal, neue Informationssysteme, umsetzbare pädagogische Formate, ein verstetigtes Netzwerk zwischen Gemeinden, Schulen und Tourismuspartnern sowie eine deutliche Steigerung der Besucher- und Nutzerzahlen. Angesprochen werden Schulen, Jugendliche, lokale Bevölkerung, Touristen, Gemeinden und regionale Akteure.
Der Ansatz ist ganzheitlich und grenzüberschreitend: Das Gelände des Europadenkmal liegt auf belgisch-luxemburgischem Gebiet in unmittelbarer Nähe auch zur deutschen Grenze und kann seine Funktion als europäisches Symbol vor allem dann entfalten, wenn Belgien, Luxemburg und Deutschland gemeinsam planen, umsetzen und nutzen. Die Zusammenarbeit ermöglicht abgestimmte Infrastruktur, gemeinsame Bildungsarbeit und ein einheitliches Erscheinungsbild – etwas, das national getrennt nicht erreichbar wäre.
Neu und innovativ ist die Kombination aus baulicher Aufwertung, digitaler Vermittlung, europäischer Bildungsarbeit und grenzüberschreitendem Management. Erstmals entsteht ein gemeinsames Nutzungskonzept für diesen historischen Ort mit Pilotcharakter für vergleichbare Erinnerungsorte im peripheren Grenzraum.
