Newsletter Nr.03 - Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Herzlich willkommen zur dritten Ausgabe unseres Newsletters!
Mit diesem Newsletter möchten wir Sie quartalsweise über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen informieren. In dieser Ausgabe lesen Sie:
- Bericht zum Projektbegleitausschuss (PBA)
- Bericht vom Bundeskongress "Tag der Regionen" in Trier
- Projekt "Denk mal an Europa!"
- Letzte Frist zur Projekteinreichung
- Und: Förderwissen kompakt – Was passiert nach Projekteinreichung?
Projektbegleitausschuss im EOE: Erste Bilanz nach dem ersten Projektjahr

Der jährliche Projektbegleitausschuss (PBA) für den funktionalen Raum Eifel–Ostbelgien–Éislek (EOE) tagte am 5. Mai in Büllingen. Der PBA begleitet die Arbeit und den Fortschritt des funktionalen Raums und bietet zugleich eine wichtige Plattform, um Herausforderungen in der Projektumsetzung gemeinsam zu diskutieren und Impulse für die weitere Entwicklung zu geben.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Präsentation des aktuellen Umsetzungsstands des Verwaltungsprojekts durch das Regionalmanagement – mit einem durchweg positiven Ergebnis: Sowohl bei der Zielerreichung als auch beim Budgetverbrauch liegt das Projekt voll im Zeitplan.
Wichtige Meilensteine wie die Einrichtung der Verwaltungsstruktur, die Verabschiedung der gemeinsamen Strategie sowie der Start des Projektaufrufs konnten erfolgreich umgesetzt werden.
Auch die Projektentwicklung schreitet weiter voran: Derzeit werden fünf Projektvorhaben intensiv begleitet, die eine EFRE‑Förderung beantragen möchten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation: Die Auftaktphase ist erfolgreich verlaufen – mit dem Aufbau einer Website sowie aktiver Social‑Media‑Kanäle und regelmäßigen Beiträgen. Nun gilt es, die Reichweite weiter auszubauen, die Anzahl der Follower zu steigern und mehr Abonnentinnen und Abonnenten für den Newsletter zu gewinnen. Die gesteckten Ziele bis Ende 2026 sind dabei realistisch erreichbar.
Als Herausforderung bleibt weiterhin die fehlende Kofinanzierungsmöglichkeit aus der Wallonie für Projekte im funktionalen Raum EOE. Die Projektpartnerschaft wird dieses Thema weiter aktiv verfolgen.
Der nächste Projektbegleitausschuss ist für das Frühjahr 2027 geplant. Dann werden auch die federführenden Partner der bis dahin bewilligten Projekte teilnehmen und den aktuellen Stand ihrer Vorhaben selbst vorstellen. Die Teilnahme ist für die Projektpartner verpflichtend und soll den gemeinsamen Austausch weiter stärken.
Bundeskongress "Tag der Regionen" in Trier

Vom 8. bis 9. Juni im ERA Congress Centre Trier
"Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten" - Unter diesem Motto war der funktionale Raum Eifel‑Ostbelgien‑Éislek (EOE) in Trier beim 4. Bundeskongress "Tag der Regionen” des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mit einem eigenen Ausstellungsstand vertreten.
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis diskutierten, wie Zusammenarbeit über territoriale, institutionelle und sektorale Grenzen hinweg gelingen kann. Gerade in Grenzregionen erschweren unterschiedliche Planungssysteme und Rahmenbedingungen eine abgestimmte Entwicklung. Ansätze wie grenzüberschreitende Raumentwicklungskonzepte (REK) und funktionale Räume setzen hier an. Sie schaffen einen Rahmen für Kooperation, indem sie gemeinsame Strategien definieren, Akteure vernetzen und eine langfristige Perspektive für die Region entwickeln.
Im funktionalen Raum EOE wird dieser Ansatz konkret umgesetzt: Durch eine gemeinsam erarbeitete Entwicklungsstrategie sowie durch institutionalisierte Strukturen der Zusammenarbeit entstehen die Voraussetzungen für eine nachhaltige grenzüberschreitende Entwicklung. Ein zentraler Erfolgsfaktor dabei sind die EFRE‑Fördermittel, mit denen vielfältige Projekte in der Region unterstützt werden können. Sie ermöglichen es, die strategischen Ziele durch konkrete Maßnahmen umzusetzen und die Zusammenarbeit zwischen den Partnern kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Am Ausstellungsstand des funktionalen Raums EOE konnten Besucherinnen und Besucher in einem interaktiven Story‑Format selbst erleben, wie komplex Kooperation in der Praxis ist und welche Faktoren für ihr Gelingen entscheidend sind. Der Austausch auf dem Kongress hat gezeigt, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen und neue Lösungsansätze gemeinsam zu entwickeln.
Das Projekt "Denk mal an Europa!" steht in den Startlöchern

Das Europadenkmal in Ouren-Lieler am Dreiländereck von Belgien, Deutschland und Luxemburg ist seit fast fünf Jahrzehnten ein sichtbares Zeichen für Frieden, Verständigung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion. Mit dem Interreg-Projekt „Denk mal an Europa!“ möchte die Europäische Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA) gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der interregionalen Jugendarbeit in Eifel und Ardennen e.V. und den Anrainergemeinden des Dreiländerecks Burg-Reuland, Clervaux sowie der Verbandsgemeinde Arzfeld diesen symbolträchtigen Ort weiterentwickeln und als europäischen Lern-, Begegnungs- und Erinnerungsort stärken. Dafür stehen nun 229.728,00 € EFRE-Mittel aus dem Budget des funktionalen Raums EOE bereit.
Geplant sind die Aufwertung der Infrastruktur und der Aufenthaltsbereiche, Verbesserungen der Zugänglichkeit sowie das Erstellen moderner mehrsprachiger Informationsangebote. Neue Schautafeln, digitale Inhalte und Bildungsangebote vermitteln die Geschichte Europas, die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Grenzregion und die gemeinsamen europäischen Werte.
Junge Menschen stehen bei der Vermittlung des europäischen Gedankens im Mittelpunkt. Workshops, Begegnungen, Wanderungen und weitere grenzüberschreitende Aktivitäten fördern das Verständnis für Europa und ermöglichen persönliche Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg. Gleichzeitig stärkt das Projekt die touristische Attraktivität des Dreiländerecks und vertieft die Zusammenarbeit von Gemeinden, Vereinen und Institutionen im Funktionalen Raum Eifel-Ostbelgien-Éislek.
Wir freuen uns, dass unser 1. Projekt genehmigt wurde und nun mit der Umsetzung beginnen kann.
Letzte Frist zur Projekteinreichung steht bevor
Die letzte Einreichungsfrist für Projekte am 8. September rückt näher – aktuell stehen noch rund 1,2 Mio. Euro an EFRE-Mitteln zur Verfügung.
Um antragsberechtigt zu sein, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Das Projekt muss zu der Umsetzung der Strategie der Trinationalen Region EOE beitragen.
- Das Projekt muss hauptsächlich dem Gebiet des funktionalen Raums EOE zu Gute kommen.
- Mindestens zwei Partner aus zwei verschiedenen Ländern im funktionalen Raum EOE müssen finanziell an dem Projekt beteiligt sein.
- Das Gesamtbudget muss mindestens 33.500 € betragen.
Prüfen Sie insbesondere, ob ihr Projekt die Zulässigkeits- und Prüfkriterien erfüllt und machen Sie sich mit den Bestimmungen zum Projektaufruf vertraut.
Projektanträge können jederzeit über die JEMS-Plattform eingereicht werden.

Förderwissen kompakt: Was passiert nach Projekteinreichung?
Nach der Einreichung eines Projektantrags durchläuft dieser mehrere aufeinander abgestimmte Prüfungs- und Bewertungsschritte, um eine sorgfältige und transparente Auswahl sicherzustellen. Zunächst erfolgt die Zulässigkeitsprüfung durch das Regionalmanagement, das den Antrag anschließend an das Gemeinsame Sekretariat weiterleitet. In der darauffolgenden Phase prüft das Gemeinsame Sekretariat die administrativen Anforderungen, während das Regionalmanagement die inhaltliche Bewertung des Projekts übernimmt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird eine Vorbewertung erstellt und dem Lenkungsausschuss vorgelegt.
Der Lenkungsausschuss ist das zentrale Entscheidungsgremium für die Auswahl der Projekte. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsgemeinden, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie des luxemburgischen Ministeriums für Wohnungsbau und Raumordnung zusammen. Nach Abschluss der Prüfungen entscheidet der Ausschuss in einer Auswahlsitzung über die eingereichten Anträge.
Im Anschluss erstellt die Interreg-Verwaltungsbehörde den Zuwendungsbescheid. Sobald dieser vorliegt, können die bewilligten Projekte offiziell in die Umsetzungsphase starten. Insgesamt nimmt das gesamte Auswahl- und Bewilligungsverfahren mehrere Monate in Anspruch und gewährleistet eine fundierte Bewertung aller Projektvorhaben.
Einen Überblick über den Antragsprozess gibt dieses Schaubild.
Bleiben Sie dabei!
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Vielen Dank für Ihr Interesse – wir wünschen Ihnen einen sonnigen und erholsamen Sommer.





