Am 27. März 2026 nahm der funktionale Raum Eifel–Ostbelgien–Éislek (EOE) am Kolloquium zu den grenzüberschreitenden Herausforderungen des Arbeitsmarkts in der Großregion im Kloster Heidberg in Eupen teil.
Die Veranstaltung brachte Akteure aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Praxis zusammen und machte deutlich, dass Fachkräftemangel, Grenzpendlermobilität und unterschiedliche nationale Regelwerke zentrale Zukunftsfragen sind.
Diskutiert wurden insbesondere die fehlende Harmonisierung bei Sozialversicherung, Besteuerung, Bildung und Anerkennung von Abschlüssen, die den grenzüberschreitenden Arbeitsalltag erschweren.
Gleichzeitig wurden pragmatische Lösungsansätze vorgestellt, etwa durch bi‑nationale Ausbildungsmodelle, automatische Anerkennungsverfahren etwa im Pflegebereich, sowie durch gezielte Informations‑ und Vermittlungsstrukturen.
Einen detaillierteren Rückblick auf die Veranstaltung mit Fotogalerie finden Sie hier: https://lnkd.in/e6AgzGtN
Für den funktionalen Raum EOE ist das Thema hochrelevant:
Täglich pendeln rund 4.600 Personen aus Ostbelgien und etwa 2.230 Personen aus den rheinland‑pfälzischen Kommunen unseres Raums nach Luxemburg.
In unserer Strategie sind daher die Vereinfachung von Anerkennungsverfahren, der Ausbau grenzüberschreitender Qualifizierungs‑ und Weiterbildungsangebote sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zur Akquise, Vermittlung und Begleitung von Arbeitskräften als mögliche Maßnahmen benannt.
Das Kolloquium hat gezeigt, dass die Großregion als „Miniatur Europa“ die Chance bietet, pragmatische und übertragbare Lösungen zu entwickeln.
